Verwunschener Wald
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Möchte heim und weiß nich wohin

Ich laufe durch das winterlich verschneite Bingen. Schneeflocken tanzen in der Luft, fallen auf meine Nasenspitze und mein Haar. Ich lächele fremde Leute an. Das ist mein Wohlfühlglück. Ich laufe durch das winterlich verschneite Bingen. Denke an die vergangenen drei Monate, die ich nun schon hier bin. An eine Liebesgeschichte. Geschrieben vom Leben und gelebt von uns. Es war keine schöne Liebesgeschichte. Aber es war Liebe. Ich laufe durch das winterlich verschneite Bingen. Würde zwar lieber noch weiter allein sein. Aber auf mich wartet Wärme und echte Zuneigung. Obwohl ich das Alleinsein liebe, gehe ich weiter. Denn Wärme liebe ich auch. Ich laufe durch das winterlich verschneite Bingen. Denke an mein Zuhause. Mit all meinen Lieben, die mein Leben momentan nur aus Erzählungen kennen. Nach wie vor Teil davon. Doch lebe ich mein eigenes Leben. Ich laufe durch das winterlich verschneite Bingen. Genau wie ich vor einem Jahr durch Nauheim gelaufen bin. Ich sehne mich nach meiner Heimat. Glücklich und Traurig zugleich. Zwei Zuhause zu haben ist schwer. Ich laufe durch das winterlich verschneite Bingen. Möchte heim und weiß nicht wohin.
10.12.10 20:59


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Wieder und immer wieder

 

Ich setze mich in mein Auto

Meine Heizung zeigt 27 und volles Gebläse an

Ich fahre los

Die Musik dröhnt in meinen Ohren

un übertönt meine Gedanken

Links neben mir sehe ich Frankfurts Skyline,

die fast so berühmt ist,

wie das Seerosen Bild von Monet.

Und rechts...

Ja rechts sowas wie der Grund,

der mich nach Bingen bringt.

Eschborn,

kleine Wirtschaftsmetropole von Frankfurt.

Obwohl ich nicht müde bin,

fehlt mir mein Energy Drink,

der mich benommen genug macht

um jedes Mal wieder hierher zu kommen.

Also halte ich an einer Raststätte.

Vielleicht auch nur um Zeit zu vergeulden

ehe ich ankomme.

Ich fahre nicht sehr schnell

Denn nichts treibt mich hierher

Nichts zieht mich an

Zwar zu Hause geworden

aber ich habe trotzdem Angst

Angst, die abhängig ist von Menschen

Die ich nich beeinflussen kann

Aber mit der ich leben muss.

Ich trinke meinen Energy Drink

und finde eine Ibuprofentablette.

Weiter geht die Fahrt.

120km/h

90Kilometer

21.11.10 21:11


Weg vom Fenster.

Ich wache auf und finde mich draußen in der Kälte wieder. Stehe schutzlos im Regen. Ohne Regencape. Ohne Irgendjemanden. Mutterseelenallein. Ich kneife mich, um zu sehen, ob das hier nur ein böser Albtraum ist, der irgendwann hoffentlich endet. Aber nein. Das hier ist die Realität. Kalt Nass und Dunkel - dass die Realität so ist, weiß ich. Aber was mit neu war ist, dass sie alleine nicht zu ertragen ist. Ich habe niemanden, bei dem ich mich unterstellen kann. Niemanden der mir Schutz bieten kann. Ich muss auf mich selbst aufpassen. Wenn ich überleben will. Hier draußen in der kalten, nassen, dunkeln Realität.

9.11.10 19:33


Auszug aus

"Ich habe mich verliebt, wie man sich eine Krankheit einfängt. Ohne es zu wollen, ohne daran zu glauben, gegen meinen Willen und ohne die Kraft mich dagegen zu wehren..."
9.9.10 19:35


Es ist so leicht, dass man es kaum spürt. Aber es ist wunderschön...

Unerwartet  kam es daher, wie ein, dass man es übersehen hätte können. Doch ich tat es nicht. Obwohl solche unverhofften Begegenheiten mir unheimlich waren. Ich konnte nicht Nein sagen. Natürlich gehe ich wieder ein Risiko ein. Denke mir abermals, keine Gedanken drüber machen - hat schon einmal nicht geklappt. Das Leben ist so. Voller Klippen und steiler Hängen, bei denen man vorsichtig sein muss, damit man nicht hinunter stürzt. Das macht das Leben doch erst lebenswert. Nervenkitzel der feinsten Art. I like.
22.10.10 19:37


Und nun überlasse ich dir meine Stadt…

Eigentlich wollte ich umziehen. In mein neues Leben. Aber jetzt gleicht es eher einer Flucht. Ich fliehe. Ja, ich werde getrieben aus meiner eigenen Stadt - aus der ich wegwollte. Und doch saß ich gestern Abend auf einer der weißen Bänke - auf denen man ganz drin ist im Geschehen. Alles sieht, alles hört, alles riecht. Aber mit genug Abstand und Distanz – und habe sie wieder für mich entdeckt, meine Stadt. Wie schön alles aussieht und riecht. Wie schön sich alles anhört hier. Und dann sehe ich dich - werde ich heraus gerissen aus meiner Gedankenwelt und weiß wieder, warum ich gehen muss. Ich gehe jetzt auch wegen dir. Aus der Stadt, in der du nie angekommen bist und die ich einfach liebe. Die aber momentan unsere Stadt ist und damit kann ich nicht leben. Stattdessen möchte ich am liebsten sofort meine Koffer packen und los in die neue Stadt. Die mich genauso aufnehmen wird, wie die Alte. Und die ich diesmal wieder mit jemandem teilen werde. Irgendwann werde ich zurückkommen - meine Stadt ist meine geblieben, während du immer noch nicht angekommen bist. In diesem Moment werde ich Sie wieder für mich allein haben. Weil Sie immer meine bleibt und niemals deine wird.
14.9.10 09:48


Auszüge aus "Ich dachte, ich wär ein Panther" von Paola Mastrocola

 

Die Menschen verwinden manchmal, vor allem ganz besondere Menschen, die man unter Umständen gerade erst kennen gelernt hat und die man unter keinen Umständen wieder verlieren will, die man sich am liebsten mit einem Stück Schnur an den Arm binden würde wie einen Luftballon, aber auch Luftballons verschwinden irgendwann, sie fliegen weg und man selbst bleibt mit diesem dämlichen Stück Schnur am Arm zurück. Und was dann? Dann schaut man dem Luftballon hinterher, der immer höher steigt, bis man ihn nicht mehr erkennt. Wer weiß, wie viele Luftballons im Himmel herumfliegen, alles Luftballons, die wir verloren haben, wir Dummköpfe! Was haben wir nur getan, um sie zu verlieren, was hätten wir nicht alles tun können, um sie nie zu verlieren.

9.9.10 18:44


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